Kreisweites Schülerforum
„Mehr Respekt“ wünschten sich Schüler:innen – unter ihres gleichen ebenso wie seitens der Lehrkräfte. Der Umgang im Schulalltag sei rauer und rücksichtsloser geworden, so die Teilnehmer von zwei kreisweiten Schülerforen, zu dem die Bürgerstiftung WML im Oktober 2023 und im November 2025 eingeladen hatte.
Für Montag, 16. November 2026, ist ein weiteres kreisweites Schülerforum geplant. Mehr dazu gibt es in Kürze.
Mädchen und Jungen aus weiterführenden Schulen des Kreises Borken nahmen diese Gelegenheiten zum Austausch bereits zwei Mal wahr. An jeweils einem Vormittag reflektierten sie in Stadtlohn ihren Schulalltag und die Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe an Schulen.
Fazit: Ob Gymnasium, Real-, Sekundar- oder Gesamtschule - die Erfahrungen der Schüler:innen glichen sich. Alle beobachteten sie, eine zunehmende Vereinzelung und Grüppchenbildung sowie einen Mangel an sozialen Kompetenzen und eine zunehmende Respektlosigkeit. Der Wunsch nach Klassen und Schulform übergreifenden Angeboten und Herausforderungen, denen sie sich in Projekten eigenverantwortlich stellen können, wurde laut.
Gemeinsam mit Vertreter:innen aus dem ersten Schülerforum sowie Lehrkräften und Fachkräften der Jugendarbeit entwickelte die Bürgerstiftung WML auf dieser Grundlage im April 2024 ein Deeskalations-Training für Schüler:innen und Lehrkräfte.
Unter dem Titel "Mit Respekt und für mehr Miteinander" sensibilisierte Nicole Gerlach von der „Gewalt Akademie Villigst“ in diesem die Teilnehmenden für Ursachen von Mobbing und Gewalt im täglichen Miteinander. In gemeinsamen Übungen erarbeiteten sich die Sechst- bis Achtklässler:innen in Teams mit den Lehrkräften dann Handlungsalternativen. Ziel war es, Lösungsansätze für ein Klima der Wertschätzung und des Respekts zu entwickeln.
Ferner wirkten Vertreter:innen aus dem Schülerforum an der Ausschreibung des 5. Stark ohne Gewalt-Preises mit. Diesen hat die Bürgerstiftung Westmünsterland im April 2025 anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens verliehen.
"Konflikte neu verstehen" hieß es beim zweiten Schüler-Lehrer-Workshop im Juni 2026. Bei diesem lud Marina Jahnke die Teilnehmenden zu einem Perspektivwechsel im Konfliktfall ein. Denn dieser biete die Chance für eine neue, möglicherweise sogar überraschende Sicht auf einen (sich anbahnenden) Konflikt.
Als Trainerin in der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg führte Jahnke die Teilnehmenden zunächst in dessen Idee und Grundhaltung einer friedvollen Kommunikation ein. Im Mittelpunkt des Workshops standen dann die Gefühle und Bedürfnisse. Im täglichen Miteinander oft verdrängt, spielen sie im Konfliktfall oftmals eine entscheidende Rolle.
Eindrücke vermitteln die Fotos in diesem Album.








