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Inklusions-Workshops Bocholt

Kommt, lasst uns Freunde sein...

 

Bocholt. Rasselnd schleichen sich Fuchs und Hase heran und klopfen mit dem Bären, vom Tamburin unterstützt, an Wanjas Tür. Und während die Mädchen und Jungen der Hohe-Giethorst- und der Bischof-Ketteler-Schule noch den Schneesturm mit ihren Instrumenten toben lassen, laden im Saal nebenan ihre Mitschüler musikalisch ein: „Kommt lasst uns Freunde sein.“

 

So lautete auch das Motto des ersten Inklusion-Workshops beider Bocholter Schulen, der im Europa-Haus stattfand. Die Bürgerstiftung Westmünsterland finanzierte diesen mit Unterstützung von Bocholter Stiftern und erfüllte damit einen Wunsch der Schüler, die mehr Zeit mit einander verbringen und gemeinsam Projekte auf die Beine stellen möchten. Beim Finale des Respekt-Song-Wettbewerbs der Bürgerstiftung Westmünsterland im Juni in Ahaus war die Idee dazu geboren worden. Am 18. Dezember 2012 stand das erste gemeinsame Adventskonzert auf dem Programm. Das Motto: „Kommt lasst uns Freunde sein…“

 

25 Kinder und junge Erwachsene beider Schulen nutzten den Workshop, um mit ihren Lehrern Lieder und kurze Stücke für den adventlichen Nachmittag einzustudieren. Beim gemeinsamen Singen, Musizieren und Spielen wurden die Handicaps zur Nebensache. Die anfängliche Skepsis war schnell überwunden, das Band für Partnerschaften geknüpft.

 

„Für unsere Kinder ist es ein großer Schritt nach vorn“, freute sich Marie-Luise Fischer von der Bischof-Ketteler-Schule. Der Workshop außerhalb des täglichen Schulumfeldes biete den behinderten Mädchen und Jungen nicht nur eine angenehme Abwechslung. „Sie lernen vor allem, sich in einer neuen Umgebung auf unbekannte Menschen einzulassen“, erläuterte die Pädagogin, die schon zur Mittagszeit beobachtet hatte, wie so mancher ihrer Schüler Vertrauen geschöpft und Selbstbewusstsein entwickelt hatte. „Das kann kein Unterricht bieten. Das gibt es nur im richtigen Leben“, war sie sich Fischer mit ihrem Kollegen Thomas Höver und den Kollegen von der Hohe-Giethorst-Schule einig.

 

Auch für die Hauptschüler bot der Workshop nach Worten von Initiatator Klaus Held die Chance, Vorurteile und Ängste abzubauen. Seine Siebtklässler, die den Anstoß zu dem Workshop gaben, haben in den Schülern der Nachbarschule Freunde gefunden.

Begleitet vom Medienpädagogen Klaus Kriebel, nahmen Siebtklässler der Radio-AG im Rahmen des Bürgerfunks den Workshop auf und erstellten eine Sendung vom Tag.

 

Foto von der Aufführung

 

 

Bilder vom Workshop-Tag im Europa-Haus

 

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