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Neue Dokumentation zum Pilotprojekt "Lassen wir die Flüchtlingskinder erzählen..."

02.07.2018

 „Lassen wir die Flüchtlingskinder erzählen…“: Unter diesem Motto hat die Bürgerstiftung Westmünsterland Mädchen und Jungen in einem kreativen Prozess ermutigt, sich ihren Erfahrungen und Eindrücken zu stellen. Dem scheinbar Unaussprechlichen wurden dabei Worte verliehen, das oftmals belastende Schweigen konnte gebrochen werden.

 

Jetzt liegt eine Dokumentation zu dem Pilotprojekt aus dem Sommer 2016 vor. Sie erzählt in Auszügen die Geschichten der Kinder, die sich mit ihren Eltern auf den Weg gemacht haben – vielfach ohne auch nur zu erahnen, was ihre Mütter und Väter zu diesem Schritt veranlasst hatte. Über die Balkanroute kamen sie in den Kreis Borken – ihrer neuen, manchmal auch nur vorübergehenden Heimat.

 

Ergänzt werden die Geschichten in der Dokumentation um einen fachlichen Teil. Sie sollen zum Nachahmen vergleichbarer Projekte motivieren. Zwar erleidet nicht jeder, der Krieg und Flucht erlebe, traumatische Störungen. In ihrem Gastbeitrag zu dem Pilotprojekt verweist Reka Markus, Fachärztin für Psyhiatrie und Psychotherapie, allerdings auch auf Untersuchungen zum Thema „Kriegskinder“. Diese zeigen, dass Menschen, die im Kindesalter derartige Erfahrungen machen, häufig als Erwachsene psychisch erkranken. Dem gelte es frühzeitig zu begegnen, zum Beispiel indem man Kindern mit Fluchterfahrungen in Projekten wie dem der Bürgerstiftung Westmünsterland offen begegne.

 

Die Dokumentation ist gegen eine Schutzgebühr von einem Euro plus Versand bei der Bürgerstiftung Westmünsterland zu erhalten. Anforderungen sind per E-Mail unter info@buergerstiftung-westmuensterland.de möglich.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Neue Dokumentation zum Pilotprojekt "Lassen wir die Flüchtlingskinder erzählen..."